Home
Deutsch

Die Überreste der römischen Villa del Casale im Unkreis von der Piazza Armerina, gehören zu den beeindruckendsten Zeugnissen Siziliens aus römischer Zeit. Erreichtet wurde sie während des 3. und 4. Jahrhunderts n. Chr. und wurde zu Ehren von Markus Aurelius Massiminiano erbaut, welcher direkt unter Dioklezian stand, und sie als Jagdresidenz benötigte.

Über 700 Jahre unter der Erde begraben, wurde die Villa Dank archäologischer Ausgrabungen im Jahre 1950 wieder ans Licht gebracht und so kann nun ihre Schönheit mit ihrem Ausmaß von 4000 m² wieder bewundert werden. Diese Villa besteht aus vier architektonischen Baukomplexen, die auf verschiedenen Erdstufen errichtet wurden; das gibt diesem Gebäude inmitten der Vegetation etwas Imposantes. Der Bau hatte einen monumentalen

Eingang mit zwei Höfen (einem großen und einem kleinen), ein Vestibulum (Vorhalle), ein großes Perysthilium, einen Empfangssaal, ein Frigidarium; eine Calidaria, eine Praefumia, einen Wandelgang wegen seines Mosaikmotivs "della Grande Caccia" (worauf eine Großjagd gezeigt wird und an die Spiele in den Amphitheatern erinnert) genannt wird und 66 Meter lang und 5 Meter breit ist, einen großen Saal mit Apsiden, ein Toclinium, einen weiteren kleinen Apside-Saal, eine Zisterne, mehrere verschieden große Räume und Treppen.

Die Schönheit der Villa liegt allerdings in ihren Bodenmosaiken, welche bis zum heutigen Tage außergewöhnlich gut erhalten sind und so an die römische Epoche erinnern können.
Auf dem berühmtesten Mosaikbild sind 10 Mädchen in Bikini abgebildet, welche gerade bei Sportübungen sind und dieses Mosaik hat gewiss dazu beigetragen, dass die Villa del Casale wegen seiner Außergewöhnlichkeit von der UNESCO im Jahre 1997 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, da die Villa auf der Piazza Armerina ein besonders gutes Beispiel für die luxuriösen Villen der römischen Zeiten darstellt und gerade die Mosaike, welche sie verzieren, weisen auf ihr ausgesprochenes künstlerisches Talent hin und auch auf deren Tragweite.